U-Bahnstation Bockenheimer Warte


Frankfurt am Main, 2001

Realisierungswettbewerb, 1. Preis

Die Tieflage der neuen U-Bahntrasse U4 mit ca. 14 m unter der Straßenoberfläche ermöglicht die Ausbildung einer ca. 10 m hohen Bahnsteighalle. Durch die Anordnung von 2 Stützenreihen in der Mitte der Halle gliedert sich diese Halle in 3 schlanke, hohe Raumbereiche. Es entsteht eine Dreischiffigkeit, die an die räumlichen Qualitäten von Kathedralen erinnert.

Die Farbigkeit der Halle ist bewusst in Grautönen gehalten, um die farbigen, großformatigen Fotos an den Wänden umso mehr zur Wirkung kommen zu lassen. Auf den Fotos stellen sich die wesentlichen Institutionen dar, die im Bereich dieser Station gelegen sind: Das Senckenbergmuseum, der Palmengarten und die Universität. So weiß sich der Fahrgast, wenn er durch diese Station fährt, auch ohne Hinweisschilder zu orientieren.

Am nördlichen Ende der Bahnsteighalle (D-Ebene) gibt es sowohl eine Verbindung zur Verteilerebene (B-Ebene) der Station Bockenheimer Warte, als auch eine behindertengerechte Verbindung zur C-Ebene dieser Station und damit zu den U-Bahnlinien U6 und U7.

Die südlichen Ausgänge liegen auf der einen Seite direkt am Juridikum, auf der anderen Seite in der Dantestraße. Der Weg von der Bahnsteighalle dorthin führt über eine Folge von großzügig gestalteten Räumen mit eigenem Charakter. Der sonst übliche Eindruck von verwinkelten, unterirdischen Gängen wird dadurch vermieden.

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Bauherr

Stadt Frankfurt am Main
Stadtbahnbauamt

Projektbearbeitung

Nieper und Partner

Kosten

12,78 Mio. €

Fertigstellung

2001

Adresse

Senckenberganlage / Bockenheimer Landstraße
Frankfurt am Main