Forschungsneubau Proteinzentrum, Martin-Luther-Universität


Halle-Wittenberg, 2013

Realisierungswettbewerb 2013, Anerkennung

Städtebauliche Einbindung:
Das Gebäude ist ein selbstbewusster Institutsbaukörper in der Tradition des Standorts.

Das Proteinzentrum fügt sich in Maßstab und Figur selbstverständlich in den Campus ein. Nach Süden entsteht ein neuer, attraktiver Aufenthaltsbereich, im Norden wird die Flucht der vorhandenen Gebäude aufgenommen. Der Durchgang am Campus von Ost nach West ist weiterhin möglich.

Der Zugang zum Gebäude erfolgt über die zentrale Halle mittig im Gebäude. Dieser Zugang kann sowohl aus Norden als auch aus Süden direkt erreicht werden. Von Norden ist auch die PKW-Anlieferung direkt in den nördlichen Innenhof möglich. Die gewählte Zweibundlösung stellt eine maximale Anzahl an natürlich belichteten Räumen zur Verfügung. Durch die Ausblicke an den Flurenden ist eine einfache Orientierung gegeben.

Baukonzeption:
Die Figur des Baukörpers bietet Anknüpfungspunkte vor allem an der Südseite. Zusammen mit den umliegenden Institutsgebäuden entstehen qualitätsvolle Aufenthaltsbereiche.

Die Anforderungen des Raumprogramms sind vollständig erfüllt. Dies betrifft die Größe und Anzahl der Räume als auch deren Zuordnung.

Die Funktionsverteilung orientiert sich an den Nutzungseinheiten. Während im Zentrum die Verbindungsspange / Halle als Kommunikationszone und Gemeinschaftsbereich fungiert, schließen sich die einzelnen Professuren an diese an und erhalten, abgehend von dieser, ihre separaten Zonen.

Das Gebäude wurde auf die Nutzungsansprüche des zu schaffenden Forschungsneubaus zugeschnitten. Durch sein durchgehendes Raster von 1,20 m und die Grundkonfiguration mit zentralen Einheiten in der Mitte und professorenzugeordneten Bereichen davon abgehend ist es möglich, Flächenverschiebungen zwischen den Professuren vorzunehmen und auf Nutzungsänderungen zu reagieren, ohne an Qualität oder Funktionalität zu verlieren.

Die kommunikationsfördernden Flächen sind im Zentrum des Instituts untergebracht. Diese sind von allen Professuren der einzelnen Geschosse auf direktem Weg zu erreichen.

Der Zugang erfolgt alleine durch die zentrale Halle – Eine Überwachung ist einfach und wirtschaftlich möglich. Das Gebäude ist über die Verbindungsspange mit einem Fahrstuhl in alle Etagen zu erreichen. Sowohl der Zugang im Norden als auch im Süden ist barrierefrei möglich. Des Weiteren wurde die Verbindung zum Bestandgebäude auf Höhe OKFF des 1. Obergeschosses angeschlossen, um einen behindertengerechte Übergang zu gewährleisten. Die Flurbreiten entsprechen den Anforderungen.

Der Außenraumbezug der hofseitig angeordneten Räume erfolgt über die beiden Höfe. Deren Höhenunterschied beträgt ein Geschoss, das durch die zentrale Halle überwunden und räumlich erlebbar wird.

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Auslober

Land Sachsen-Anhalt
vertreten durch das Ministerium der Finanzen
vertreten durch den Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalten (BLSA)

Preis

Anerkennung

Wettbewerbsart

Beschränkter Realisierungswettbewerb

Adresse

Campus Weinberg im Stadtteil Kröllwitz
06130 Halle/Saale